Welche Sehenswürdigkeiten solltet ihr euch in Neapel auf gar keinen Fall entgehen lassen?
Einst hatte Neapel einen zweifelhaften Ruf, doch inzwischen hat sich die Stadt zu einem echten Hotspot für Städtereisen entwickelt – sei es für eine kurze Städtereise von zwei oder drei Tagen oder als Zwischenstopp, bevor ihr Capri, Ischia oder die Amalfi-Küste erkundet.
Paris hat seinen Eiffelturm, Rom sein Kolosseum … Aber was ist mit Neapel? Die meisten von euch würden vermutlich Schwierigkeiten haben, eine bekannte Sehenswürdigkeit in Neapel zu nennen. Klar, in der Nähe gibt es den Vesuv und natürlich die berühmte, verschüttete Stadt Pompeji. Doch was könnt ihr direkt in Neapel selbst anschauen und unternehmen?
Um euch einen besseren Überblick zu verschaffen und eure Reise nach Neapel optimal zu planen, findet ihr in diesem Artikel die 18 schönsten Sehenswürdigkeiten in Neapel und zahlreiche Highlights, die ihr bei eurem Besuch nicht verpassen solltet – plus jede Menge praktischer Tipps!
Welche Orte solltet ihr auf keinen Fall auslassen? Zusätzlich zum Vesuv und Pompeji findet ihr hier noch mein persönliches TOP 5-Ranking der Dinge, die ihr euch unbedingt in Neapel anschauen solltet:
- Napoli Sotterranea – Neapels Untergrund
Eine faszinierende Tour durch das Labyrinth unterhalb der Stadt.
(Hier könnt ihr eure Tickets buchen, Reservierung ist Pflicht.) - Die Katakomben von Neapel
Absolut sehenswert! Besonders die Catacombe di San Gennaro kann ich euch ans Herz legen.
(Tickets gibt’s hier) - Das historische Zentrum
Die Spaccanapoli und die Via San Gregorio Armeno sind ein Muss! - Die Cappella Sansevero
Beeindruckend und voller Geheimnisse … - Das Kloster Santa Chiara
Eine echte Oase der Ruhe und Entspannung mitten in der Stadt!
Tickets, die ihr unbedingt vorab reservieren solltet
Da in den letzten Jahren immer mehr Besucher nach Neapel strömen, sind auch die Warteschlangen vor den Monumenten und Sehenswürdigkeiten deutlich länger geworden – und das leider zu jeder Jahreszeit.
Ich empfehle euch daher dringend, eure Tickets im Voraus zu buchen, um stundenlanges Anstehen (teils in der prallen Sonne) zu vermeiden. Natürlich kann (und sollte) man nicht alles planen – ein bisschen Freiraum für Spontanes ist wichtig – aber bei den folgenden Sehenswürdigkeiten lohnt es sich besonders, schon vorher zu reservieren:
Ort / Aktivität | Preis | Tickets |
---|---|---|
Napoli Sotterranea | 15 € | Hier erhältlich |
Katakomben San Gennaro | 13 € | Hier erhältlich |
Archäologisches Nationalmuseum | 15 € | Hier erhältlich |
Galleria Borbonica | 15 € | Hier erhältlich |
Vesuv-Ausflug | 45 € | Hier erhältlich |
Vesuv & Pompeji (Kombi-Tour) | 100 € | Hier erhältlich |
1. Napoli Sotterranea: ein gigantisches, verborgenes Labyrinth

Sei es der Eiffelturm in Paris, oder The Shard in London: In den meisten Städten ragen die großen Highlights für alle sichtbar in die Höhe. In Neapel aber führt euch der wohl eindrucksvollste Ausflug unter die Erde: Napoli Sotterranea, Neapels Untergrund!
Die Tour durch dieses unterirdische Labyrinth ist einfach nur beeindruckend: Ihr schlängelt euch durch enge Tunnel und riesige Hallen mit unglaublichen Ausmaßen. Ursprünglich gruben die Griechen die Gänge bereits im 4. Jahrhundert v. Chr., um Tuffgestein für den Bau der Stadt zu gewinnen. Im Laufe der Jahrhunderte dienten sie als römisches Aquädukt, Luftschutzbunker während der Kriege und sogar als Katakomben.
Das Tunnelsystem verläuft bis zu 40 Meter tief unter der Erde und erstreckt sich über viele Kilometer, mit verborgenen Durchgängen und geheimen Wegen. Hier findet ihr jede Menge Geschichte, zum Beispiel das gigantische unterirdische Aquädukt aus griechischer Zeit oder einen Fluchttunnel, den König Ferdinand II. Bourbon anlegen ließ.
Allein auf Entdeckungsreise gehen ist leider verboten, da es zu gefährlich wäre. Ihr könnt die unterirdischen Gänge ausschließlich im Rahmen einer Führung erkunden. Ich empfehle euch diese 60-minütige Tour, bei der ihr die spannendsten Bereiche zu sehen bekommt.
Meine Tipps:
- Zieht euch warm an! Unter der Erde sind es konstant 14–15 °C.
- Rutschfeste Schuhe sind ein Muss, da die Böden oft feucht sind.
- Schmale Gänge können für Leute mit starker Platzangst ein Problem sein.
2. Spaccanapoli: Altstadt und historisches Zentrum von Neapel

Raus aus dem Untergrund, hinein ins andere „Herz“ von Neapel: das historische Zentrum bzw. die Altstadt!
Neapel wird von der Spaccanapoli quasi in zwei Hälften geteilt – die belebteste Straße Neapels heißt übersetzt wortwörtlich der „Riss durch Neapel“.
Achtung: Hier tobt wirklich das pure Leben! Zwischen E-Scootern, Fahrrädern, Fußgängern und einem bunten Gedränge ist es ratsam, auf sein Portemonnaie zu achten und nicht über den Haufen gefahren zu werden.
Trotzdem solltet ihr euch diesen Trubel nicht entgehen lassen. Es gibt so viel zu entdecken – zum Beispiel einen Altar zu Ehren von Diego Maradona, der einst beim SSC Neapel spielte. Fußball ist in Italien schließlich heilig!
Eine weitere Kuriosität: das „Krankenhaus der Puppen“, seit 1840 in Betrieb und spezialisiert darauf, sämtliche Arten von Puppen zu reparieren.
Nehmt euch unbedingt Zeit für die Spaccanapoli. Zwischen kleinen Handwerksläden, Street-Food-Ständen und unzähligen Kirchen taucht ihr hier tief in das wahre Herz Neapels ein.
Werft außerdem einen Blick in die Seitenstraßen – etwa in die Vicara Vecchia, die Via Pasquale Scura oder die Via Benedetto Croce. Dort spürt ihr noch intensiver die Geschichte und Kultur dieser aufregenden Stadt.
3. Die Via San Gregorio Armeno: Lustige Figuren aller Art

Eher unscheinbar, aber absolut sehenswert: Die Via San Gregorio Armeno. Die Straße ist zwar ziemlich touristisch, aber gerade wegen ihrer unzähligen kleinen Figuren, die überall ausgestellt werden, solltet ihr sie unbedingt besuchen!
Diese Straße ist auch als „Krippengasse“ bekannt, denn hier findet ihr Werkstätten und Läden, in denen die Handwerker die traditionellen Weihnachtskrippen und natürlich die passenden Figuren herstellen und verkaufen.

Doch die Neapolitaner begnügen sich nicht mit den klassischen Krippenfiguren: Sie erschaffen ganze Miniaturwelten, die mit berühmten Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Rambo oder Donald Trump bestückt sind – und dazu kommen die typischen Charaktere des Alltags wie Pizzabäcker oder Friseure. Ein echt witziger Anblick!
Auf der Suche nach einem originellen Souvenir? Diese Figuren sind nicht nur wahre Hingucker, sondern auch überraschend erschwinglich. So nehmt ihr gleich ein Stück lebendiges neapolitanisches Brauchtum mit nach Hause!
4. Die Katakomben von Neapel: Konkurrenz für Paris?

Neapel hat mehrere Katakomben-System, die man sich anschauen kann, aber wenn es nur eine sei soll, dann lege ich euch ganz besonders die Catacombe di San Gennaro ans Herz, die erst seit kurzem wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Ursprünglich wurden diese unterirdischen Galerien als christliche Grabstätte genutzt. Sie stammen aus dem 2. Jahrhundert und wurden in den Tuff geschlagen. Dort befinden sich über 2000 Gräber, darunter auch das des Schutzpatrons von Neapel, des heiligen Agrippinus.
Kleiner Tipp: Zieht euch warm an, auch im Hochsommer! Denn unter der Erde herrschen (wie in den Pariser Katakomben) konstante 15 Grad.
Alternativ-Tipp: Ganz in der Nähe der U-Bahn-Station Museo (unter der Basilika Santa Maria della Sanità) liegen die Catacombe di San Gaudioso. Auch sie sind einen Besuch wert!
Egal, für welche Katakomben ihr euch entscheidet: Kommt am besten am Vormittag, um den großen Ansturm zu vermeiden, und reserviert vorab, um langes Anstehen zu umgehen.
5. Galleria Borbonica: Zeitreise in die 50er

Obwohl sie ebenfalls zum unterirdischen Neapel gehört, hat die Galleria Borbonica (oder „Bourbonen-Tunnel“) einen eigenen Platz auf meiner Liste verdient. Denn sie ist wirklich ein kleiner Geheimtipp!
Diese beeindruckende Anlage aus Tunneln und unterirdischen Hallen wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert gebaut, als Fluchtweg für den König. Später diente sie während des Zweiten Weltkriegs als Luftschutzbunker.
Das Beste daran: Man findet hier noch alte Autos und Motorräder aus den 1950er-Jahren, die damals beschlagnahmt worden! Ein echte Zeitreise in eine längst vergangene Epoche.
Es finden nur wenige Touren statt, mit hohem Andrang. Bucht also eure Tickets im Voraus!
6. Galleria Umberto I: Mailänder Flair

Mitten im Zentrum, zwischen dem Teatro San Carlo und der Via Toledo liegt die Galleria Umberto I – eine prächtige Einkaufspassage mit einem riesigen Glasdach und eleganten Arkaden. Die helle Atmosphäre im Inneren erinnert ein bisschen an die Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand.
Werft unbedingt einen Blick auf die vielen Details: Die Galleria Umberto I ist reich an imposanten Statuen und großflächigen Wandmalereien, die Jahreszeiten, Kontinente und verschiedene Götter aus der Antike darstellen.
Vor allem in den späten Nachmittagsstunden ist sie ein perfekter Ort für einen gemütlichen Spaziergang – fernab der Hitze könnt ihr hier einen Kaffee in elegantem Ambiente genießen.
7. Città della Scienza: Spaß für die ganze Familie

Die Città della Scienza (Stadt der Wissenschaft) ist ein interaktives Museum, das Unterhaltung und Bildung gelungen miteinander verbindet. Egal ob Astronomie, Biologie oder andere Naturwissenschaften – hier könnt ihr viele spannende Ausstellungen entdecken und selbst experimentieren.
Plant am besten einen halben Tag ein, damit ihr genügende Zeit für die unterschiedlichen Bereiche und Vorführungen habt. Besonders wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, ist die Città della Scienza ein absolutes Muss!
Ein weiteres Highlight ist das 3D-Planetarium, in dem ihr eine beeindruckende Simulation des Sternenhimmels erleben könnt.
8. Die neapolitanische Pizza – an der „Quelle“ essen

Okay, eine richtige „Sehenswürdigkeit“ ist neapolitanische Pizza nicht, aber ein absolutes Highlight ist sie auf jeden Fall, denn Neapel ist die Geburtsstätte der Pizza – allein deshalb solltet ihr hier unbedingt eure Geschmacksnerven verwöhnen.
Egal, ob bei Da Michele, Sorbillo, Di Matteo, Starita oder 50 Kalò: Eine echt neapolitanische Pizza ist dünn, randbetont und im Holzofen gebacken – einfach unvergesslich!
Natürlich gibt es in Neapel noch viel mehr kulinarische Spezialitäten. Probiert zum Beispiel die Spaghetti alla Puttanesca oder den legendären Babà mit Rum. Aber die Pizza ist und bleibt das Highlight für jeden von euch, der gutes Essen liebt!
9. Metrostation Toledo: Die (vielleicht) schönste Europas

Lust auf einen letzten Abstecher in den Untergrund? Metro Toledo ist eine Station, die noch mal für echte Wow-Momente sorgt. Eine der eher ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten von Neapel, dessen Erkundung sich defintiv lohnt!
Kaum seid ihr unten angekommen, taucht ihr in eine Art futuristische Kunstgalerie ein, in der blau-silberne Mosaike und spektakuläre Beleuchtung für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen.
Der katalanische Architekt Oscar Tusquets Blanca und der US-amerikanische Künstler Robert Wilson haben hier ihre Ideen zum Thema „Wasser und Licht“ verwirklicht. Das Ergebnis? Eine Station, die nicht nur praktisch ist, sondern auch optisch verzaubert. Der Daily Telegraph hat Toledo sogar zur schönsten Metrohaltestelle Europas gewählt!
Mein Tipp: Nehmt euch ein bisschen Zeit, kauft euch ein U-Bahn-Ticket, um die unteren Bereiche der Station zu kommen. Dort verstecken sich noch weitere Kunstwerke, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet!
10. Cappella Sansevero: Mysteriös und faszinierend zugleich

Die Cappella Sansevero zählt zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Neapel. Hier treffen künstlerischer Reichtum und ein Hauch von Freimaurer-Mystik aufeinander – ein spannender Mix!
Schon beim Betreten der kleinen Kapelle erwarten euch grandiose Marmorskulpturen, die wirklich beeindruckend sind.
Das absolute Highlight ist dabei der berühmte „Cristo velato“ (der „verschleierte Christus“) des Bildhauers Giuseppe Sanmartino. Das feine Netz aus Marmor wirkt so lebensecht, dass man fast meint, der Schleier könne sich im nächsten Augenblick bewegen.
Da die Cappella Sansevero relativ klein und sehr beliebt ist, empfiehlt es sich, Tickets online zu buchen. Gerade in der Hochsaison im Sommer spart ihr euch so lange Warteschlangen – zwar kostet das Onlineticket zwei Euro mehr, aber es ist definitiv gut investiertes Geld.
11. Vesuv: Der schlafende Riese

Die Sehenswürdigkeit in Neapel schlechthin!
Der Vesuv ist das Wahrzeichen von Neapel und überragt mit seinem imposanten Krater die ganze Bucht. Berühmt-berüchtigt wurde er durch den Ausbruch im Jahr 79 n. Chr., bei dem die Stadt Pompeji unter Asche und Lava verschüttet wurde.
Heute könnt ihr den Vulkan auf ausgeschilderten Wanderwegen erklimmen oder ganz bequem mit dem Zug bzw. Bus erreichen. In einem separaten Artikel über die Besichtigung des Vesuvs erfahrt ihr alles Wichtige, damit ihr optimal vorbereitet seid.
Wenn ihr nur wenig Zeit habt, könnt ihr auch einfach eine geführte Tour direkt ab Neapel buchen. Achtet unbedingt darauf, eure Tickets vorab zu reservieren (ja, der Vesuv-Besuch ist tatsächlich kostenpflichtig!), um lange Schlangen zu vermeiden.
12. Castel Sant’Elmo und die Fahrt mit der Standseilbahn

Das Castel Sant’Elmo ist eine mittelalterliche Festung, die hoch oben auf dem Vomero-Hügel über Neapel thront. Heute beherbergt sie auch ein Museum für zeitgenössische Kunst und bietet einen atemberaubenden Panoramablick auf die Stadt sowie die umliegende Landschaft – inklusive Sorrent-Halbinsel und Inseln.
Am meisten Spaß macht die Anreise mit der Standseilbahn (Funicolare), die euch entspannt nach oben bringt. Ganz oben werdet ihr dafür mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Übrigens erkennt ihr von hier oben sehr deutlich, wie die bekannte Spaccanapoli die Stadt in zwei Hälften teilt.
Mein Tipp: Kommt am späten Nachmittag, so könnt ihr den Sonnenuntergang genießen und erlebt das Castel in einer herrlich ruhigen Atmosphäre.
13. Pompeji: Ein absolutes Highlight

Wer kennt Pompeji nicht? Die Stadt, die bei der Eruption des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. untergegangen ist, zählt zu den bekanntesten Ausgrabungsstätten der Welt. Hier könnt ihr auf Schritt und Tritt in die römische Antike eintauchen. Jeder Straßenzug, jedes Haus erzählt seine eigene Geschichte und ist wie eine Momentaufnahme aus vergangenen Zeiten.
Das UNESCO-Welterbe ist ein absolutes Highlight und wird nicht nur Geschichtsfans begeistern. Plant am besten einen ganzen Tag ein und startet früh, um den großen Besucherströmen zu entgehen. Bequeme Schuhe, Sonnenschutz und ausreichend Wasser solltet ihr unbedingt dabeihaben, denn Schattenplätze sind hier eher rar.
Weitere Infos zu dieser Sehenswürdigkeit bekommt ihr in meinem ausführlichen Artikel zu „Pompeji besuchen“, falls ihr noch mehr Tipps und Hintergründe braucht.
14. Herculaneum – die kleine Schwester Pompejis

Im Schatten des berühmten Pompejis liegt Herculaneum, das zweite „Opfer“ des Vesuvs. Auch sie wurde 79 n. Chr. von Asche und Lava bedeckt. Da Herculaneum jedoch kleiner ist als Pompeji und weniger stark zerstört wurde, sind viele Gebäude außergewöhnlich gut erhalten.
Das Areal ist außerdem überschaubarer, was den Besuch besonders familienfreundlich macht. Ihr könnt hier leicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten schlendern, ohne lange Strecken zurücklegen zu müssen.
Perfekt also für Familien, die sich den Pompeji-Trubel nicht antun möchten!
15. Castel dell’Ovo: Auf der Suche nach dem verschwundenen Ei

Auf den ersten Blick wirkt das Castel dell’Ovo mit seinen massiven Mauern fast wie ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Tatsächlich gehört es aber zu den ältesten Bauwerken in Neapel, errichtet von den Griechen bereits im 7. Jahrhundert v. Chr.
Seinen Namen verdankt das „Eierschloss“ einer Legende, nach der ein Zauberer ein magisches Ei im Fundament versteckt hat. Sollte dieses jemals zerbrechen, würde die Festung einstürzen und Neapel ins Unglück stürzen.
Von der kleinen Halbinsel, auf der das Castel steht, habt ihr einen traumhaften Blick über die Bucht und das Tyrrhenische Meer. Vergesst nicht, euch im Anschluss ein leckeres italienisches Eis in der Nähe zu gönnen – der perfekte Abschluss für euren Ausflug!
16. Capodimonte: Museum & Park

Eine Extraportion Kultur und Entspannung erwartet euch im Museo di Capodimonte und dem dazugehörigen, weitläufigen Park. Der frühere königliche Jagdgrund misst stolze 134 Hektar und bildet heute eine grüne Oase mitten in der Stadt.
Auf dem höchsten Punkt des Parks thront das gleichnamige Museum, in dem unter anderem Werke von Michelangelo oder Raffael zu bewundern sind. Außerdem findet ihr hier Gemälde von großen Meistern wie Caravaggio und Tizian. Nach dem Kunstgenuss könnt ihr euch dann unter den uralten Bäumen im Park erholen.
Mein Tipp: Packt ein kleines Picknick ein, um den Tag im Grünen so richtig auszukosten.
17. Piazza del Plebiscito & Palazzo Reale

Die Piazza del Plebiscito ist nicht nur die größte, sondern auch die bekannteste Piazza in Neapel. Sie wurde zwischen 1808 und 1815 für Joachim Murat – den Schwager von Napoleon Bonaparte – angelegt und erstreckt sich in einem weiten Halbrund über rund 25.000 Quadratmeter.
Im Hintergrund erhebt sich der Palazzo Reale, den ihr unbedingt besuchen solltet. Er bildet einen majestätischen Kontrast zur offenen Weite des Platzes. Erbaut im 17. Jahrhundert beeindruckt er mit riesigen Galerien und reich verzierten Sälen.
Die Piazza del Plebiscito ist ein beliebter Treffpunkt in Neapel und zudem ein idealer Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.
Für eine kleine Stärkung könnt ihr in einem der Cafés rund um den Platz einkehren und eine napolitanische Süßspeise probieren… Na klar, ein italienisches Eis geht natürlich auch 🙂
Nicht verpassen: Das Caffé Gambrinus nördlich des Platzes. Ein echtes Urgestein, das seit über 150 Jahren in Neapel verwurzelt ist. Hier kostet der Cappuccinos zwar 5 Euro einstellen, dafür ist das kunstvolle Altbauambiente in dem ihr den Kaffee genießt jeden Cent wert!
18. Zum Abschluss: Das Monastero di Santa Chiara – Oase der Ruhe

Wenn ihr nach all den Sehenswürdigkeiten eine kleine Auszeit vom hektischen Stadtleben braucht, ist das Monastero di Santa Chiara genau der richtige Ort. Das Kloster und die dazugehörige Basilika sind ein echter Zufluchtsort und gelten als eines der schönsten Klöster in ganz Italien.
Insgesamt gibt es hier drei Kreuzgänge, in denen ihr zwischen Zitronen- und Mandarinenbäumen herrlich abschalten könnt. Unter den schattigen Arkaden lässt sich die Atmosphäre wunderbar genießen, bevor ihr euch wieder ins bunte Neapel stürzt. Hier findet ihr definitiv die Ruhe, die man in der lebhaften Metropole manchmal vermissen könnte.
Ausflüge rund um Neapel: der Zauber der Inseln

Rund um Neapel gibt es natürlich nicht nur Pompeji und den Vesuv zu entdecken, sondern auch die wunderschönen Inseln Ischia, Procida und Capri. Mit dem Boot seid ihr in ein bis zwei Stunden dort und könnt so problemlos einen Tagesausflug einplanen.
- Capri: Vom Hafen in Neapel aus geht’s schnell und einfach zur Insel der Reichen und Schönen. Bei diesem Tagesausflug nach Capri besucht ihr neben den typischen Hotspots auch die atemberaubende Blaue Grotte – ein echtes Highlight!
- Ischia: Auf meinem Blog findet ihr viele Artikel zu dieser grünen Insel. Wenn ihr nur einen Tag Zeit habt, schließt euch am besten dieser beliebten Tagestour an. So nutzt ihr eure Zeit optimal, ohne lang zu suchen.
- Procida: Weniger bekannt als ihre Schwestern, aber mindestens genauso hübsch und noch dazu etwas näher an Neapel. Dadurch bleibt mehr Zeit für eine ausgiebige Inselerkundung. Diese Tour hier führt euch direkt nach Procida – und natürlich auch wieder zurück!
Ebenfalls empfehlenswert: Eine Bootstour entlang der Amalfiküste. Dabei legt ihr unter anderem in Amalfi und Positano an und könnt diese beiden Orte ganz entspannt erkunden, bevor ihr an Bord zurückkehrt und das laue Mittelmeerklima genießt.
Lust auf noch mehr ausgefallene Tipps?
Neben den eher klassischen Sehenswürdigkeiten gibt es in Neapel natürlich auch ein paar echte Geheimtipps. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es einen eigenen Maradona-Altar gibt – denn hier ist der argentinische Fußballer eine Art Nationalheld. Oder dass ihr den Geburtsort der Pizza Margherita besuchen könnt, inklusive einer Gedenktafel für diese weltbekannte Spezialität?
Wenn ihr gern abseits der üblichen Touristenpfade unterwegs seid, dann werft doch mal einen Blick in meinen Artikel über die Geheimtipps in Neapel. Vielleicht ist da ja genau das Richtige für euch dabei?