Start Pompeji Pompeji besuchen: der ULTIMATIVE Guide

Pompeji besuchen: der ULTIMATIVE Guide

Pompeji nahe Neapel
Bild: Balate Dorin / depositphotos.com

Was kann man in Pompeji sehen und erleben?

Pompeji – diese antike Stadt, die im Jahr 79 n. Chr. vom Ausbruch des Vesuvs unter einer Ascheschicht begraben wurde – zählt zu den berühmtesten archäologischen Stätten der Welt. Wenn ihr hierherkommt, taucht ihr förmlich in eine längst vergangene Zeit ein: Ihr entdeckt eine außergewöhnlich gut erhaltene römische Stadt, die das Alltagsleben vor 2000 Jahren widerspiegelt.

Besonders beeindruckend sind die Gipsabdrücke der Menschen, die von der Katastrophe überrascht wurden und bis heute in ihren letzten Augenblicken erstarrt sind. Und wenn ihr auf genau denselben Pflastersteinen lauft, über die sich einst römische Bürger bewegten, ist das ein unvergessliches Erlebnis.

In diesem Artikel findet ihr alles Wichtige zu den Highlights von Pompeji, erfahrt spannende Details zur Geschichte und bekommt zahlreiche Tipps, um eure Besichtigung optimal zu planen: von den besten Tickets und Transportmöglichkeiten bis hin zu passendes Routen – egal, ob ihr nur einen halben Tag oder mehr Zeit habt.

A. Ein kurzer Blick in die Geschichte

Pompeji ist nicht nur irgendeine alte Stadt, sondern ein einzigartiges Zeugnis des römischen Lebens zur Zeit des Kaiserreichs. Ironischerweise hat gerade der verheerende Vulkanausbruch dazu geführt, dass viele Gebäude und Alltagsgegenstände über Jahrhunderte nahezu unversehrt blieben. Dank der Ascheschicht sehen wir heute erstaunlich genau, wie das Leben damals aussah.

Die faszinierende Vergangenheit Pompejis

Gegründet im 6. Jahrhundert v. Chr., entwickelte sich Pompeji bald zu einer blühenden Stadt in der Römischen Republik. Dann kam das Jahr 79 n. Chr.: Der bis dahin ruhige Vesuv brach plötzlich aus und schleuderte riesige Mengen Asche und Gestein in die Luft.

Innerhalb weniger Stunden war die Stadt unter den Ablagerungen verschwunden. Erst im 18. Jahrhundert begannen systematische Ausgrabungen, und 1997 erhielt Pompeji den Status als UNESCO-Weltkulturerbe.

Das „Paradoxon von Pompeji“

Ein Besuch in Pompeji hat etwas paradoxes an sich. Einerseits ist es erschütternd zu sehen, wie Tausende Menschen in einer Naturkatastrophe ums Leben kamen. Andererseits ist genau dieser Umstand – die Katastrophe – der Grund dafür, dass wir heute einen so authentischen Einblick in die Antike haben.

Während ihr durch die Straßen schlendert, entdeckt ihr mit eigenen Augen Häuser, Tempel, Thermen und sogar Gipsabrdrücke der Bewohner in den Positionen, in denen sie gestorben sind.

Das nenne ich immer das „Paradoxon von Pompeji“ – denn es hat schon etwas Makabres und paradoxales, ein fröhlichen Familienausflug zum Todesort Tausender Menschen zu machen…

Praktische Infos: Eintritt, Öffnungszeiten und mehr

Eingang Warteschlange Pompeji
Bild: Deror_avi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Hier findet ihr wichtigsten Infos zu den Ticketpreisen, Öffnungszeiten und ein paar Tipps, um nicht in endlosen Warteschlangen zu landen.

Ticketpreise für Pompeji

In nachfolgender Tabelle sind alle Eintrittspreise für Pompeji aufgelistet:

Preis
ErmäßigtOnline kaufen
„Pompeji Express”-Ticket*23,40 €5,50 €Hier erhältlich
„Pompeji Plus”-Ticket*27,50 €5,50 €Hier erhältlich
„Pompeji Express“ + geführte Tour (auf Deutsch)Deutsch)
51 €
12,90 €Hier erhältlich
Tagesausflug nach Pompeji69 €50 €Hier erhältlich
Tagesausflug Pompeji & Vesuv106 €90 €Hier erhältlich

* Express und Plus: Welcher unterschied?

  • „Pompeji Express”: Zugang zum Hauptgelände der Ausgrabungen.
  • „Pompeji Plus”: Zugang zum gesamten Areal inklusive zusätzlicher Häuser, Tempel, Theater und anderer Bereiche (teils außerhalb des Hauptgeländes).

Welches Ticket braucht man?

  • Wenn ihr nur einen halben Tag Zeit habt: Dann reicht das „Pompeji Express”-Ticket völlig aus, da es reichlich zu sehen gibt und man mehr als den Hauptteil eh nicht schafft.
  • Wenn ihr einen ganzen Tag oder länger da seid: Dann solltet ihr unbedingt das „Pompeji Plus”-Ticket nehmen, mit dem ihr die Nebenschauplätze wie die berühmte Villa der Mysterien erkunden könnt.

Audioguide: Ja oder nein?

Beim Kauf der Tickets könnt ihr einen Audioguide dazu buchen. Am besten ist es natürlich, das Areal mit einem Guide zu erkunden (der euch gezielt die wichtigsten Orte zeigt), doch falls das nicht klappt, empfehle ich euch unbedingt den Audioguide zu nehmen.

Ohne Audioguide bzw. Leitfaden irrt man ein bisschen ahnungslos herum und weiß gar nicht so richtig, was man sich gerade anschaut bzw. anschauen soll. Der Audioguide hilft enorm, die Geschichte hinter den Ruinen zu verstehen!

Wenn ihr mehr über die verschiedenen Ticketvarianten erfahren wollt, schaut euch gerne meinen Artikel „Preise und Tickets für Pompeji“ an, dort findet ihr eine ausführliche Übersicht aller Optionen.

Öffnungszeiten von Pompeji

Pompeji ist das ganze Jahr über geöffnet, allerdings variieren die Zeiten je nach Saison. Hier die aktuellen Öffnungszeiten:

ZeitraumÖffnungszeiten
1. April – 31. Oktober9:00–19:00 (letzter Einlass um 17:30 Uhr)
1. November – 31. März9:00–17:00 (letzter Einlass um 15:30 Uhr)
Jährliche Schließtage1. Januar, 1. Mai, 25. Dezember

Besondere Ruhetage / Schließtage

Das Hauptareal ist jeden Tag geöffnet. Einige einzelne Orte sind jedoch jeden Dienstag geschlossen:

  • Die Villa Ariana und die Villa San Marco
  • Die Villa di Poppea (Oplontis)
  • Das Archäologische Museum Stabia Libero d’Orsi

Wie kommt man nach Pompeji?

Anfahrt Anreise Pompeji Grafik
Verschiedene Transportmöglichkeiten zwischen Neapel und Pompeji

Die Anreise nach Pompeji solltet ihr gut planen. In meinem Artikel „Wie kommt man am besten nach Pompeji?“ vergleiche ich ausführlich alle Optionen. Nachfolgend fasse ich das Wichtigste noch einmal in Kürze zusammen.

Grundsätzlich habt ihr vier Möglichkeiten, von Neapel aus nach Pompeji zu gelangen:

  1. Öffentlicher Bus (EAV)
  2. Express-Shuttle (Tickets dafür findet ihr hier)
  3. Öffentlicher Zug Circumvesuviana
  4. „Express“-Zug Campania Express (Tickets hier)

Meine Empfehlung

Ich persönlich würde euch am ehesten den Express-Shuttle ab Neapel ans Herz legen. Euren Sitzplatz könnt ihr hier schon vorab reservieren und die Fahrt dauert nur etwa 40 Minuten (statt 1 Stunde 10 mit dem öffentlichen Bus oder Zug).

Hin- und Rückfahrt kosten mit dem Express-Bus etwa 21 €.

Die öffentlichen Verkehrsmittel liegen bei rund 10 € (hin und zurück), dafür sind sie oft überfüllt (der Circumvesuviana ist berühmt-berüchtigt dafür), haben nur wenig Sitzplätze und meist keine Klimaanlage.

Der Campania Express ist ebenfalls eine gute Option, aber mit etwa 15 € pro Strecke in meinen Augen zu teuer.

Wenn ihr allerdings von Sorrent anreist, ist der Circumvesuviana-Zug absolut okay: Da die Strecke deutlich kürzer als von Neapel ist, ist der volle Zug und die fehlende Klimaanlange verkraftbar!

Begrenzte Besucherzahl: Sollte man seine Tickets im Voraus kaufen?

Pompeji besuchen
Bild: wjarek / depositphotos.com

Auch wenn ihr eure Tickets theoretisch direkt vor Ort kaufen könnt, rate ich euch sehr dazu, sie vorher online zu buchen – vor allem in der Hochsaison!

Gerade im Sommer oder an besonders beliebten Tagen (Wochenenden, Feiertage) können die Warteschlangen sehr lang werden. Außerdem wurde Ende 2024 eine Besuchergrenze von 20.000 Personen pro Tag eingeführt, um den langfristigen Erhalt der Stätte zu gewährleisten.

20.000 klingt zwar erst mal nach viel, doch im Mai 2024 kamen an einigen Tagen bis zu 36.000 Menschen… Wenn ihr da kein Ticket habt, besteht also die Gefahr, dass ihr gar nicht mehr reingelassen werdet.

Eine Online-Reservierung garantiert euch den Einlass (und spart auch noch Zeit.

Zur Erinnerung: Hier könnt ihr eure Tickets für Pompeji reservieren.

Wann ist der Eintritt in Pompeji kostenlos?

Pompeji könnt ihr an bestimmten Tagen auch gratis besuchen:

An jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei – im Rahmen der Initiative „Domenica al Museo“, die vom italienischen Kultusministerium ins Leben gerufen wurde.

Das klingt großartig, hat aber einen Haken: An diesen Tagen strömen naturgemäß extrem viele Besucher nach Pompeji. Wenn ihr also vorhabt, an einem dieser Sonntage Pompeji zu besichtigen, solltet ihr möglichst früh (oder erst später am Tag außerhalb der Saison) eintreffen, um den größten Andrang zu umgehen.

Achtung, Besuchergrenze!

Bei den kostenlosen Sonntagen 2024 kam es fast immer vor, dass über 20.000 Besucher pro Tag vor Ort waren – zum Teil sogar bis zu 36.000 (z. B. im Mai 2024). Mit der neuen Begrenzung besteht deshalb das Risiko, dass ihr nachmittags vor geschlossenen Toren steht.

Deutsche Führungen durch Pompeji

Ein Besuch in Pompeji ohne Guide kann ganz nett sein – ich würde euch aber mindestens zum Audioguide raten, der macht den Rundgang um ein Vielfaches spannender. Ansonsten lauft ihr vielleicht ziellos durch die Ruinen, ohne wirklich zu verstehen, was ihr seht.

Mit einem echten Guide ist es aber natürlich noch besser! Ich kann euch vor allem diese deutschsprachige Tour empfehlen, an der ich auch teilgenommen habe. Das Ganze war recht kurzweilig und sehr unterhaltsam und alles andere als trocken 🙂

C. Was ihr in Pompeji unbedingt sehen müsst: 7 Highlights

Auch wenn quasi jeder Stein der Ausgrabungsstätte eine Geschichte erzählt, gibt es natürlich auch ein paar Highlights, die man sich in erster Linie anschauen sollte.

1. Die berührenden Statuen der Einwohner

Gipsabdruck eines der Opfer von Pompeji
Bild: Dogstock / depositphotos.com

Was mich in Pompeji ganz besonders ergriffen hat (weshalb ich es auch an erste Stelle erwähne), sind die unzähligen Statuen der Opfer des Vesuv-Ausbruchs. Anders als in vielen historische Stätten, die oft eher „kühl und distanziert“ wirken, verleihen diese Statuen dem Ort eine sehr lebendige, emotionale Seite. Es ist schon bewegend, die Menschen in ihren letzten Augenblicken „vor sich zu sehen“.

Zwar steht der historische Wert von Pompeji außer Frage, aber man spürt dieses gewisse „Paradoxon“, wenn man einen Ort, an dem so viele Menschen ihr Leben verloren, heute als „touristische Attraktion“ bezeichnet. Betrachten wir es als eine Art Tribut, der uns zeigt, wie das Leben damals war – und wie abrupt es enden konnte.

2. Die Häuser und Villen, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet

Villa Diomede Pompeji
Bild: frederiquewacquier / depositphotos.com

Entlang der Straßen von Pompeji findet ihr zahlreiche Wohnhäuser, die beeindruckende Zeugnisse des römischen Alltags sind. Ganz besonders bekannt (und wirklich sehenswert) ist die Casa del Fauno (Haus des Fauns). Sie gehört zu den prunkvollsten Anwesen und besticht durch ihre enorme Fläche von rund 3000 m². Berühmt ist sie auch für die spektakuläre Mosaik-Darstellung der Schlacht Alexanders des Großen gegen Dareios – ein ganz schön beeindruckendes Kunstwerk, das euch die Pracht und den luxuriösen Lebensstil der damaligen Oberschicht vor Augen führt.

Ebenfalls sehenswert sind die Villa Diomede und die eher intime Villa Vettii.

Ein weiteres Highlight ist die Villa der Mysterien (Achtung, nur zugänglich mit dem Pompeji-Plus-Ticket!). Sie ist bekannt für ihre hervorragend erhaltenen Fresken, die eine rätselhafte dionysische Einweihungsszene zeigen – ein spannender Einblick in die tief in Pompeji verwurzelte Spiritualität.

3. Fresken und Mosaiken: Kunst, die die Zeit überdauert hat

Villa der Mysterien Pompeji
Bild: J2R / depositphotos.com

Eines der beeindruckendsten Elemente in Pompeji ist zweifellos die gut erhaltene Kunst in den Häusern und Villen. Überall findet ihr farbenfrohe Fresken an den Wänden und kunstvolle Mosaike auf den Böden.

Ein besonders berühmtes Beispiel ist das „Cave Canem“-Mosaik am Eingang des „Hauses des tragischen Dichters“. Diese Szene ist ein berührender Einblick in den römischen Alltag und diente damals wohl als eine Art Warnschild („Achtung, bissiger Hund!“).

Ein weiteres Beispiel ist die Casa dei Vettii (Haus der Vettii) – fast schon ein kleines Kunstmuseum für sich. Dort gibt es Räume mit mythologischen und erotischen Darstellungen, die eine tief in die raffinierte und symbolträchtige Ästhetik eintauchen lassen.

4. Das Forum von Pompeji: politisches und wirtschaftliches Zentrum

Das Forum Pompeji
Bild: Balate Dorin / depositphotos.com

Das Forum war das pulsierende Herz des antiken Pompejis. Hier fanden Märkte, öffentliche Zeremonien und politische Versammlungen statt. In denTempeln, Verwaltungsgebäuden und Läden, kamen sowohl die Elite als auch einfache Bürger zusammen.

Wenn ihr über diesen weiten Platz schlendert, kam man diese „Marktplatz-Atmosphäre“ fast noch spüren!

Ein absolutes Muss in diesem Bereich ist der nahegelegene Apollo-Tempel, eine der wichtigsten Kultstätten der Stadt.

5. Theater und Thermen: Unterhaltung und Entspannung in der Antike

Die Thermen von Pompeji
Bild: edella / depositphotos.com

Pompeji war auch ein Ort, an dem Unterhaltung großgeschrieben wurde. Das Große Theater fasste rund 5000 Zuschauer und wurde für Theaterstücke und Konzerte genutzt. Noch heute ist es bestens erhalten, und wenn man auf den steinernen Rängen Platz nehmt, könnt man sich gut vorstellen, wie hier einst das Publikum begeistert Beifall klatschte!

Direkt daneben liegen die Thermen von Stabiae, Treff- du Entspannungsort zugleich. Hier kann man die Reste des ausgeklügelten römischen Heizungssystems bestaunen – für die damalige Zeit eine wahre technische Meisterleistung.

6. Das Amphitheater von Pompeji: Schauplatz der Gladiatorenkämpfe

Amphitheater Pompeji
Bild: Dudaeva / depositphotos.com

Hier kommen „Gladiator“-Fans auf ihre Kosten: Das Amphitheater von Pompeji gehört zu den ältesten im römischen Reich und ist hervorragend erhalten.

Schon beim Betreten der großen Arena kann man sich bildlich vorstellen, wie die Menge tobte und Gladiatoren in blutigen Kämpfen antraten. Rund 20.000 Zuschauer fanden hier Platz.

Auch wenn die Steinstufen heute ein wenig abgenutzt sind – der Ort hat nichts von seiner Faszination verloren!

7. Das Lupanar von Pompeji: das skurrilste Haus in Pompeji…

Lupanar Pompeji
Bild: Cavan / depositphotos.com

Das Lupanar war das Freudenhaus von Pompeji. Ihr werdet so manch einen Touristen hören, der den Begriff Lunapark verwendet… Nicht ganz korrekt, auch wenn beide Orte der „Unterhaltung“ dienen 😊

Das eher kleine Gebäude mit seinen steinernen Betten war geschmückt mit erotischen Fresken, die den Kunden quasi als „visuelle Speisekarte“ dienten. Ein ungewöhnlicher Einblick in die römischen Sitten und Gebräuche… und für viele Bescher der „Höhepunkt“ eines Pompeji-Besuchs!

D. Wo essen und übernachten in Pompeji?

Die besten Restaurants rund um Pompeji

Stundenlang in der prallen Sonne auf den 2000 Jahre alten Steinen zu laufen, das kann einen ganz schön hungrig machen! Hier einige Restaurant-Tipps in unmittelbare Nähe der Ruinen:

  • Ich kann euch La Bettola del Gusto empfehlen, ein etwas gehobenes Restaurant mit feiner italienischer Küche. Die Gerichte sind köstlich und kreativ angerichtet – perfekt für eine kleine (und schickere) Verschnaufpause nach der Besichtigung.
  • Wer’s lieber bodenständig mag, kann bei Pizza & Pasta Da Andrea vorbeischauen. Eine gemütliche Pizzeria mit günstigen Preisen, in der die Pizzen im Holzofen gebacken werden. Nichts trumpft den Klassiker!

Unterkünfte in der Nähe von Pompeji: Wo übernachten?

Die meisten von euch werden Pompeji wohl als Tagesausflug von Neapel oder von der Amalfiküste aus besuchen. Falls ihr jedoch in der Gegend übernachten möchtet, gibt es einige gute Optionen in direkter Nähe zur Ausgrabungsstätte:

  • Hotel Forum (4 Sterne), nur einen Steinwurf vom Eingang entfernt, mit komfortablen Zimmern und einem schönen Garten zum Entspannen.
  • Wer Lust auf einen Pool hat, sollte sich mal die Villa Aurelia Pompei anschauen. Sehr empfehlenswert!
  • Eat & Stay B&B und das knapp 1 km entfernte Zefiro B&B: Beide sind einfache, aber richtig gute Unterkünfte mit klasse Bewertungen.
  • Villa Diomede (Agriturismo): Ein Landgut mit Gästezimmern, das einen tollen Blick auf die Landschaft bietet und gleichzeitig nah an den Sehenswürdigkeiten liegt.

E. Wie viel Zeit solltet ihr für die Besichtigung von Pompeji einplanen?

Haus des Menander Pompeji
Bild: Stripped_Pixel / depositphotos.com

Mit über 66 Hektar und Tausenden von Ausgrabungen ist Pompeji wirklich riesig! Einen halben Tag solltet ihr mindestens einplanen, um zumindest die wichtigsten Ecken gesehen zu haben.

Mein Tipp: Wenn möglich, bucht eine geführte Tour auf Deutsch(bei der Buchung Deutsch als Sprache auswählen), um eure Zeit optimal zu nutzen und die spannendsten Geschichten zu erfahren, ohne ziellos umherzuirren. So macht es am meisten Spaß! 😊

Pompeji an einem halben Tag: Was solltet ihr zuerst sehen?

Wenn ihr wirklich nur einen halben Tag habt, reicht das Pompeji-Express-Ticket völlig aus. Plant eure Route aber gut, um die Hauptsehenswürdigkeiten ohne Zeitverlust zu entdecken:

  1. Porta Marina
    Liegt direkt beim Forum und führt euch ins Herz des antiken Pompejis.
  2. Forum
    Das politische und wirtschaftliche Zentrum, umgeben von Tempeln und bedeutenden Verwaltungsgebäuden.
  3. Casa del Fauno
    Berühmt für ihre eindrucksvollen Mosaike und beeindruckende Größe. Ganz in der Nähe findet ihr auch das „Haus des tragischen Dichters“ mit dem legendären „Cave Canem“-Mosaik („Vorsicht, bissiger Hund!“).
  4. Thermen und Theater
    Falls noch Zeit bleibt, schaut bei den Thermen und dem Theater vorbei, um mehr vom römischen Alltagsleben zu erfahren.
  5. Amphitheater
    Schließt euren Rundgang hier ab und spürt die Atmosphäre der Gladiatorenkämpfe.

Zwar reicht ein halber Tag nicht, um alles in Ruhe zu sehen, aber so bekommt ihr einen guten Überblick – und Zeit für ein paar schöne Fotos bleibt auch noch! 😊

Pompeji an einem ganzen Tag: die optimale Route

Pompeji an einem ganzen Tag: Ein Routen-Vorschlag

Habt ihr einen ganzen Tag, könnt ihr Pompeji viel ausführlicher erkunden. Startet am besten früh (vor allem im Sommer, um Hitze und Menschenmassen zu umgehen). Mittags, wenn es voller wird, könnt ihr eine kurze Verschnaufpause einlegen. Für den Ganztages-Besuch eignet sich das Pompeji-Plus-Ticket, damit ihr Zugang zu allen Bereichen habt.

Eine mögliche Tagesroute:

  1. Porta Marina (Haupteingang)
    Ihr steht sofort mitten im Ausgrabungsgelände.
  2. Forum
    Politischer und wirtschaftlicher Treffpunkt, mit dem Tempel des Jupiter und der Basilika.
  3. Apollon-Tempel
    Einer der ältesten Tempel Pompejis, nur wenige Schritte vom Forum entfernt.
  4. Casa del Fauno
    Ein prachtvolles Anwesen mit dem berühmten Mosaik, das Alexander den Großen zeigt.
  5. Thermen von Stabiae
    Sehr gut erhaltene öffentliche Bäder – hier erlebt ihr römische Badekultur hautnah.
  6. Mittagspause
    Gönnt euch in einem der Cafés nahe dem Eingang eine kleine Auszeit.
  7. Villa der Mysterien
    Liegt etwas außerhalb des Zentrums, doch die einmaligen Fresken sind den Abstecher wert.
  8. Amphitheater
    Zum Abschluss besucht ihr eine der ältesten Arenen der römischen Welt und taucht in die Geschichte der Gladiatoren ein.

Pompeji an zwei Tagen: Für echte Archäologie-Fans

Habt ihr zwei volle Tage Zeit, lohnt sich definitiv das Pompeji-Plus-Ticket. So könnt ihr euch alles ganz in Ruhe ansehen und auch Bereiche erkunden, die viele außer Acht lassen (und schön ruhig sind!):

Tag 1

  • Orientiert euch am Ein-Tages-Programm, aber lasst euch mehr Zeit für den großen Theaterkomplex und die Thermen, um die römische Badekultur noch besser zu verstehen.

Tag 2:

  • Schaut euch weniger bekannte Häuser wie die Casa di Menandro oder die Casa degli Amanti Dorati an, die oft ruhiger sind und tolle architektonische Details haben.
  • Macht einen Abstecher zu den alten Geschäften und Tavernen in den Seitenstraßen, wo ihr noch Mühlen und Öfen sehen könnt.
  • Besucht das Grabviertel an der Porta Nocera außerhalb des Stadtzentrums, um mehr über die römischen Bestattungsriten zu erfahren.
  • Das Lupanar (Bordell) ist meistens überlaufen… Bei zwei Tagen kann man sich etwas mehr Zeit dafür nehmen und auch mal einen ruhigen Augenblick erwischen.

F. Häufige Fragen rund um den Pompeji-Besuch

Lohnt sich Pompeji mit Kindern (und Kinderwagen)?

Pompeji mit Kindern und Kinderwagen
Bild: ASphoto777 / depositphotos.com

Ja – solange alles gut organisiert ist und man nicht zu viel plant – wie immer halt 😊

Es ist immer schwer einzuschätzen, wie Kinder (je nach Alter) auf verschiedene Orte reagieren. Mein Sohn (5 Jahre) fand es jedenfalls super, sich hinter alten Säulen und in den Ruinen zu verstecken. Für ihn war Pompeji ein riesiger Abenteuerspielplatz. Und die Geschichte mit dem Vulkan fand er auch interessant. Ein bisschen was ist (hoffentlich) hängengeblieben 😊

Falls ihr mit Kindern Pompeji erkundet, gibt es ein paar Sachen zu beachten:

  • Auf den alten Pflastersteinen lässt es sich mit Kinderwagen und Buggy teilweise schwer fahren. Plant eventuell eine Babytrage für ganz kleine Kinder ein.
  • Sonnenschutz (Kappe, Sonnencreme) nicht vergessen – es gibt nur wenig schattige Spots.
  • Viel Trinken und viele Pausen machen, um das Geschrei am Ende des Tages zu vermeiden 😊

Wann ist die beste Reisezeit für Pompeji?

Pompeji Besucher Andrang Touristen
Bild: wjarek / depositphotos.com

Die beste Zeit ist Frühling oder Herbst. April/Mai oder September sind ideal: angenehme Temperaturen um 20–25 Grad, etwas weniger Trubel als in der Hochsaison (vor allem bis Mitte März ist es recht ruhig). So könnt ihr Pompeji genießen, ohne in der Hitze zu brüten oder in Schlangen zu stehen.

Juli und August empfehle ich nur, wenn ihr keine andere Wahl habt: Da wird es richtig heiß, und die Besucherzahlen gehen durch die Decke. Der Winter kann ebenfalls interessant sein, wenn ihr keine Angst vor kühlem, feuchtem Wetter habt. Wenigstens gibt’s dann kaum Schlangen! Und naja, 10 Grad in Italien sind immer noch angenehmer als 0 Grad in Deutschland … 😉

Ist Pompeji barrierefrei?

Pompeji ist nur zum Teil rollstuhlgerecht und barrierefrei. Einen großen Teil des Geländes kann man über den halbwegs glatten Bürgersteig erkunden. Es gibt aber auch Orte, wo die 2000 Jahre alten Pflastersteine übelst beschädigt sind.

Nicht alle Bereiche sind somit problemlos zugänglich. Am besten informiert ihr euch auf Sagetravelling, einer Website für barrierefreies Reisen. Die Seite hat übrigens auch viele Tipps zu anderen Sehenswürdigkeiten weltweit. Hier ist der Artikel über Pompeji.

Lassen sich Pompeji und der Vesuv an einem Tag besichtigen?

Vesuv - der Wanderweg Il Gran Corno
Bild: J2R / depositphotos.com

Ja! Wer sich beide Orte an einem Tag anschauen möchte, hat zwei Möglichkeiten:

  1. Alles selbst organisieren
    Ihr braucht separate Tickets für Pompeji und den Vesuv, Zugtickets (bzw. Bus), die Fahrt zwischen Pompeji und Ercolano sowie den Transfer hoch zum Vesuv. Das selbst zu organisieren ist ziemlich stressig – und man muss dauernd die Uhr bzw. den Zeitplan im Auge haben.
  2. Ein organanisierter Tagesausflug…
    … ist da viel empfehlenswerter! Zwar seid ihr zeitlich ein bisschen gebunden, aber ihr spart euch den ganzen Planungsstress und werdet direkt zu beiden Orten gefahren und habt dort jeweils 2-3 Stunden Zeit – ganz entspannt. Meine Empfehlung: Diese Tagestour, übrigens Bestseller bei GetYourGuide!

Gibt es in der Ausgrabungsstätte Imbisse und Restaurants?

Ja, es gibt zwei Cafés und ein Restaurant direkt auf dem Gelände. Hier könnt ihr euch mit Sandwiches, Pizzen und Snacks stärken – perfekt für eine kleine Pause inklusive Kaltgetränk.
Außerdem gibt es mehrere Picknickecken, wo ihr mitgebrachte Brote auspacken könnt.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein